" /> " /> Gut sehen beim Sportschiessen

Sportschießen - Gut Sehen = Gut Schiessen

Neben dem inneren und äusseren Anschlag, dem guten und sauberen Abkommen spielt das gute Sehen im Schiesssport naturgemäß eine zentrale Rolle.

Bei Langwaffen unterscheiden wir 3 Arten der Visierung

1. Zielen über Kimme und Korn (sogenannte offene Visierung)

2. Zielen mittels Diopter und Tunnelkorn (Adlerauge ab 41 lt. DSB

3. Zielen mit einem Zielfernrohr
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Offene Visierung
Bei der offenen Visierung müssen Kimme, Korn und die Scheibe auf
eine optimale Ziellinie gebracht werden.
Wichtig: Das Hauptaugenmerk muss auf dem Korn liegen.
Dieses muss sich symmetrisch zwischen den Kimmenblättern befinden (Abstand der Lichthöfe) und die selbe Höhe aufweisen (gestrichen Korn).
Geringste Abweichungen (verklemmtes Korn recht bzw. links, verkantetes Korn, Vollkorn oderFeinkorn) führen zu gravierenden Fehlschüssen.
Wichtig: Beim Zielen muss zwischen Oberkante Korn und Unterkante Scheibenspiegel ein Zwischenraum liegen (Kontrollweiß).
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Visierung mit Diopter und Ringkorn
Mit Diopter und Ringkorn, oft in einem kurzen Rohr („Korntunnel“) angeordnet, wird ein sehr einfaches zentralsymmetrisches Zielbild erreicht. Diese Art der Visierung ist einfacher zu handhaben als Kimme und Korn und ist meist genauer. Der Winkelfehler beim Zielen wird dadurch verkleinert. Häufig ist im Diopter anstelle eines fixen Loches eine variable Irisblende eingebaut. Dadurch ist das Diopter an verschiedene Lichtverhältnisse anpassbar.

Schützen der Altersklasse ab 46 Jahre dürfen ein sogenanntes Adlerauge im Korntunnel oder einen Dioptrienausgleich verwenden (Regel DSB).
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Visierung mit Zielfernrohr
Besonders durch die Einführung der Auflage-Disziplinen ist das Schiessen für Senioren interessant geworden. In den KK-Disziplinen 50m und 100m ist das Schiessen mit Zielfernrohr (ZFR) erlaubt bis zu einer max. 12-fachen Vergrößerung.
Optimal sind ZFR mit Ringabsehen und hoher Vergütung sowie einer sensiblen und zuverlässigen Höhen-und Seitenkorrektur (pro Klick/MOA).
Das Optimum des Maßes hinsichtlich Vergrößerung muss jeder Schütze selbst in Erfahrung bringen. Mit steigender Vergrößerung steigt auch die Unschärfe, wie auch das sichtbare Wackeln.
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Menschen mit 100 %-iger Sehschärfe gibt es nicht. Ob angeboren oder durch das Alter bedingt korrigiert das Auge teils selbstständig Abweichungen. Ab einem Gewissen Punkt müssen allerdings Hilfsmittel eigesetzt werden.
Da es beim Schützen sehr stark auf gutes Sehen und Erkennen ankommt ist auch der Einsatz einer Schiessbrille zu überdenken.
Für Gewehrschützen werden Glashalter im Durchmesser 23 mm verwendet, für Pistolenschützen im Durchmesser 37 mm.
Wichtig ist, dass das Glas mittig zentriert in der Ziellinie steht.
Sonst entstehen Spiegelungen bzw. Verzerrungen.
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