" /> " /> Ballistik beim Sportschiessen

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Die Ballistik im Sportschiessen. Erkenntnisse, Einflüsse und der Umgang mit der Ballistik.

Die Ballistik ist eine Wissenschaft für sich. Ein Konglomerat aus Physik, Chemie, Mathematik, Meteorologie, ja sogar der Forensik.
(Manchmal sogar der Philosophie, denn was wird in den Schuss nicht alles rein interpretiert.)

Uns Sportschützen interessiert letztendlich aber nicht wie die Vorgänge nach Schussabgabe in den einzelnen zeitlichen und räumlichen Segmenten berechnet werden können, sondern auf welche Faktoren wir Einfluss haben bzw. unter welchen äusseren Faktoren wir aktiv auf das Ergebnis einwirken können.

Jeder Gegenstand, jedes Geschoss, welches wir hier auf der Erde wegwerfen oder abschiessen, beschreibt eine bogenförmige Linie, die ballistische Kurve.
Warum ? Weil Mutter Erde nichts freiwillig hergibt. Mit ihrer Schwerkraft von 9,81 m/s
2 zieht sie jeden Gegenstand wieder zurück. D.h. innerhalb einer Sekunde fällt jeder Gegenstand, unabhängig seines Gewichtes, um 4,9 m. Nach der 2. Sekunde um 19,62 m, nach 3 Sekunden um 44,14 m.

Es ist also von immensem Vorteil, dass unser Geschoss so schnell unterwegs ist.

Ausser der Schwerkraft wirken auch die Einflüsse o.g. Meteorologie auf unser Geschoss, und verändern die Bahn (Wind, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur).

Ein kleiner Wermutstropfen hinsichtlich der Geschossgeschwindigkeit ist allerdings die Schallmauer. Geschosse, die schneller als 330m/s unterwegs sind müssen diese durchbrechen. Und wie bei jeder Mauer, werden die flinken Teile so richtig durchgeschüttelt. Wohl dem Geschoss, welches vom Hersteller darauf vorbereitet wurde.






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In der Ballistik werden die Vorgänge beschrieben, die aus einer Waffe verschossene Projektile betreffen.
Und aus diesem Grunde sollten sich Schützen auch etwas in der Ballistik auskennen.
Nun ist die Schussabgabe ein komplexer Vorgang, beginnend wenn der Munition im Patronenlager Energie zuteil wird. Ob heiß (Randzünder, Zentralfeuerpatronen, Vorderlader) oder auch kalt, wie beim Diabolo.
Im Patronenlager und im Lauf beginnt die (Innen)-Ballistik, erfährt eine Veränderung an der Mündung in der (Abgangs)-Ballistik, nimmt eine Wendung in der äusseren Flugbahn, der (Außen)-Ballistik und trifft (hoffentlich) das Ziel mit den unweigerlichen Veränderungen wenn kinetische Energie plötzlich zum Halt gezwungen wird (Zielballistik, forensische Ballistik, oder beim Jäger Wundballistik).

Mehr dazu (für Interessierte) auf folgenden Seiten:



Innenballistik

Abgangsballistik

Aussenballistik

Zielballistik

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Weiterführende Fachbücher zu diesem Thema:

"Ballistik Theorie und Praxis" von Beat P. Kneubuehl
"Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr und ihre Begleiterscheinungen" von Prof. Dr. O.Poppenberg, Prof. O.von Eberhard